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Liebe Glaubensgeschwister!
Nachstehend einige Punkte von Andi Braunhofers Predigt über die Jahreslosung 2012 beim Neujahrsgottesdienst.
Gedanken zur Jahreslosung aus 2. Korinther 12,9:
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig
(wörtlich: Die Kraft wird in Schwachheit vollendet)
Die heurige Jahreslosung ist ein geflügeltes Wort unter Christen. Wir zitieren sie oft, sind bemüht, ja nicht den Eindruck zu erwecken, wir leben aus „eigener Kraft“. Das Wort ist uns ganz geläufig, aber ist es auch der Inhalt?
Was ist Schwachheit - Schwäche, was ist Stärke?
Bibellexikon Rienecker: Schwachheit, Begrenztheit und Unvollkommenheit sind Kennzeichen des Irdischen und Menschlichen (siehe Psalm 6,3).
Und ebenfalls in den Psalmen lesen wir, dass Gott es ist, der den Menschen mit Kraft ausstattet (Psalm 18,33).
Schwachheit ist einfach da. Meine Schwachheit ist etwas, was ich tief in mir erkennen und annehmen muss. Wenn oft Menschen allzu viel darüber reden, gewinnt man manchmal den Eindruck, dass sie selbst gar nicht so davon überzeugt sind, dass sie der Überzeugung sind, sie könnten sich für Schwachheit „entscheiden“. Das geht aber nicht, ich kann Schwachheit nicht aussuchen – sie ist da.
Aussuchen kann ich mir aber, wie ich mit meiner Schwachheit umgehe:
- Annehmen (wie Paulus)?
- Bekämpfen?
- Viel darüber reden und so eine Ausrede haben, nicht in Gottes Dienst treten zu müssen?
Einige Fragen dazu:
- Habe ich meine Schwachheit innerlich angenommen oder ist da viel Stolz, Hader, Abwehr…
- Habe ich Paulus‘ „guten Mut“ (nach Luther) auch in Schwachheit, Misshandlung, Not, Verfolgung, Angst, …?
- Ist mir Jesu Gnade wirklich genug?
Schwach aber willig
Stark aber abhängig
Begnadet und so gesegnet
Freundlich grüßen Euch
Andi und Willi |